Aktuelles
Ihre Frühjahrskur 2012:
Lassen Sie sich einen Termin von mir geben für einen naturheilkundliche Frühjahrskur. Ich erstelle mit Ihnen einen Therapieplan - auf Ihre Probleme abgestimmt.
Außerdem habe ich mich in den letzten Jahren spezialisiert auf den älteren Menschen in der Naturheilpraxis. Deswegen meine Alterssprechstunde und mein Artikel zur Geriatrie (siehe ganz unten auf dieser Seite).Beispiele von Probleme dazu sind: Haut, Verdauung, Wunden, Ernährung,und Vieles mehr.
Homöopathie in der Palliativmedizin
Vom 30. Januar bis zum 1. Februar 2009 fanden im Krankenhaus für Naturheilweisen in München-Harlaching die Münchner Homöopathie-Tage statt. Ihr Motto „Am Ende des Lebens“.
Vorträge und Fallbesprechungen, meist auf Grund von Videofilmen über behandelte Patienten, gab es von Referenten aus verschiedenen Ländern. Ich greife den Arzt und Homöopathen Dr.med. Jens Wurster heraus. Er studierte Medizin in München und behandelt seit 1998 in einer homöopathischen Klinik im Tessin hauptsächlich Tumorpatienten.
Sein Buch von 2006 „Die homöopathische Behandlung und Heilung von Krebs und metastasierter Tumore“ erschien im Verlag Peter Irl 2008 bereits in 3. Auflage.
Er zitiert dort den §1 aus dem „Organon“ von Samuel Hahnemann „Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man heilen nennt.“
Kann die Homöopathie das bei Krebspatienten leisten?
Die Homöopathie will die Lebenskraft des Patienten stärken, wieder in Harmonie bringen, was disharmonisch im Körper des Menschen und in seiner Seele ihn krank machte.
Doch zur Homöopathie, sei es ambulant oder in eine so ausgerichtete Klinik, kommen Patienten, die im Sinne der Schulmedizin austherapiert sind, wo Chemotherapie und „Stahl und Strahl“, also chirurgische und Strahlentherapie ohne Erfolg blieben, wo Ärzte dem Leidenden nur noch Wochen oder wenige Monate Lebensspanne prophezeien.
Die Homöopathie ist oft die „letzte Wahl“.
Die Schulmedizin geht heute noch davon aus, dass es sich beim Krebsgeschehen um einen lokalen Prozess handelt. Demzufolge müsste nach einer Operation oder Bestrahlung der Patient eigentlich gänzlich geheilt sein. Wurster: Die traurige Statistik lehrt uns eines besseren. Der ganze Mensch ist krebskrank und erkrankt nur an seiner genetisch determinierten Schwachstelle. Oft wird ein, wie Hahnemann es nennt, Lokalübel geschaffen, in dem sich die Krebsgeschwulst manifestiert.
Für Wurster ist es kein Versagen der homöopathischen Therapie, wenn man die Schulmedizin mit einbezieht. Auch wenn er kein Freund der Chemotherapie ist, so hat er dennoch bei manchen sehr schnell wachsenden Tumoren mit einer Chemotherapie eine Reduktion der Tumormasse beobachtet, und hatte so Zeit gewonnen, damit die homöopathischen Mittel greifen konnten. Wenn trotz einer Chemotherapie die Tumore rasch wuchsen, hatte er bei einer begleitenden homöopathischen Behandlung erlebt, wie die Tumore zurück gingen. Daraus folgt: Das Immunsystem ist der Schlüssel zur Heilung. Wenn es mit der Homöopathie gelingt das Immunsystem wieder anzuregen, dann wirkt es gegen jeden Tumor stärker als jede Chemotherapie.
Kommt ein Patient mit einem Tumor, der noch nicht vorbehandelt ist, so hat der Homöopath durch seine Anamnese ein klares Bild der allgemeinen Symptome des Patienten und der speziellen Tumorsymptome. Hier kann er leichter ein Mittel wählen als bei einem „austherapierten“ Patienten. Aber festzuhalten ist: Das beste Mittel für den Krebspatienten ist das, wo sich Konstitutionsmittel und Tumormittel entsprechen. Mit anderen Worten: Die bisherigen, historischen Symptome des Patienten und die Tumorsymptome decken sich.
Hat der Tumorpatient Schmerzen, so möchte er diese verständlicherweise als erstes loswerden. Doch manchmal kann der Homöopath, der sich auf die aktuelle Schmerzsymptomatik konzentriert, ein Heilmittel finden, welches nicht nur bei den Schmerzen hilft, sondern eventuell auch bei dem Tumor. Schließlich gibt der Homöopath, anders als die Schulmedizin, nicht ein Mittel, welches die Schmerzempfindung reduziert, sondern er gibt ein inneres Mittel, welches einen inneren gestörten Zustand beeinflusst und auf grund dessen sich der Schmerz reguliert, er wird erträglicher.
In seinem Vortrag in Harlaching gab Wurster weitere Hinweise zur Schmerzbehandlung. Auch wenn nur die wenigsten Patienten mit fortgeschrittenen Tumorleiden wirklich geheilt werden können, so werden sie begleitet und erhalten Hilfe dabei, mit dem Tumor und mit bestmöglicher Lebensqualität zu leben. Deswegen sollte die Homöopathie mehr Einzug in die Palliativmedizin bekommen. Letztere wird nach der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin definiert als „ die aktive, ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer progredienten, weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung nicht mehr auf eine kurative Behandlung anspricht und die Beherrschung von Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt“.
Auch wenn hier ein Heilen im Sinne des § 1 aus Hahnemanns Organon nicht mehr möglich ist, liegt hier ein wichtiges und wertvolles Arbeitsgebiet für Ärzte und Homöopathen.
Manche verzweifelte Tumorptienten leiden am meisten unter den Schmerzen, die auch mit stärksten Schmerzmitteln oder Morphinen nicht zu kontrollieren sind. Andere wiederum können gut mit den Schmerzen leben, wenn nicht die Angst vor dem Tod, oder die Verzweiflung die Familie verlassen zu müssen, ständige Unruhe und Angst auslöste.
Es macht einen großen Unterschied, ob ein Mensch in den sogenannten Endzuständen mit Homöopathie behandelt wird oder nicht. Wurster: „Wenn man erlebt hat, wie ein Mensch mit angstverzerrtem Gesicht, voller Unruhe und Angst den Tod erwartet und dann ein passendes homöopathisches Mittel erhält und sich auf einmal die Gesichtszüge entspannen und eine Ruhe einkehrt und die Angst vor dem Tod verschwindet, dann weiß man die Homöopathie als Geschenk für den Menschen zu schätzen.“
Genauso verhält es sich mit der Behandlung von Tumorschmerzen, wobei sich manchmal auch die Kombination aus konventioneller Schmerzmedikation und Homöopathie als sehr hilfreich erweist.
Bei den sogenannten Endzuständen kann die Homöopathie helfen, die letzte Phase des Lebens ohne Schmerzen und Angst, friedlich und würdevoll zu erleben.
© 2009 Gabriele Schöttler Heilpraktikerin
Geriatrie und Homöopathie
Bei geriatrischen Patienten sehen wir häufig den Endzustand einer individuellen Biographie, die von verschiedenen Erkrankungen gekennzeichnet ist. Wir treffen auf schwere Organpathologien und auf Multimorbidität. Wir finden schwere Einschränkungen der Mobilität und der Autonomie. Es handelt sich oft um chronische Erkrankungen, die auch konventionell („schulmedizinisch“) nicht vernünftig therapierbar sind, dem Arzt fehlen therapeutische Alternativen.
Häufige geriatrische Probleme sind z.B. Demenz und Inkontinenz, weiter Mobilitätsstörungen, Sturzgefahr, Koronare Herz-Krankheiten sowie Morbus Parkinson und Zustand nach Schlaganfall.
Ein großes Problem stellt die Multimedikamentation mit unerwünschten Arzneiwirkungen dar.
Das wichtigste Ziel der homöopathischen Therapie besteht in der Anregung der Selbstheilung. Das Selbstheilungspotential ist eingeschränkt bei schweren Organpathologien, so dass man sich oft mit einer Linderung akuter und chronischer Krankheiten zufrieden geben muss, wobei die Steigerung der Lebensqualität und des Wohlbefindens des alten Menschen schon ein beachtlicher Wert ist. Ziel ist es, die Autonomie und die Gesundheitskompetenz des Patienten zu stärken und nebenwirkungsreiche Medikamente einzusparen.
Geriatrische Patienten, ob im Krankenhaus, im Pflegeheim oder in häuslicher Pflege nehmen oft täglich 15 bis 18 verschiedene Medikamente, verschrieben von verschiedenen Ärzten, die teilweise nichts voneinander wissen. So weiß der eine Arzt z.B. nicht, wenn der andere Arzt ein Medikament abgesetzt hat und ein neues verordnet hat.
Der Arzt Michael Teut berichtet aus der Charite in Berlin, dass er bei seinen Patienten die Gesamtzahl der verschiedenen Medikamente auf drei bis fünf reduziert hat und allein schon dadurch eine Besserung des Gesundheitszustandes und Wohlbefindens erreicht hat. Auch legt er Wert auf nichtarzneiliche Therapiemöglichkeiten (Bewegungstherapie, Physiotherapie, Schlafhygiene, Ernährung und Trinken und psychosoziales Wohlbefinden). Die im Alter gefürchtete Sturzgefahr reduziert sich bei genügender körperlicher Bewegung. Zum einen, weil die Muskeln und der Gleichgewichtssinn trainiert und beansprucht werden, zum anderen, weil durch die Bewegung ein Vertrauen in den eigenen Körper und seine Funktionen wächst. Manche Stürze, im Heim oder zu Hause, gibt es, weil der alte Mensch Angst vor dem Sturz hat und ohne Vertrauen in seinen Körper und seine Fähigkeiten ist.
Die Einnahme beruhigender oder Schlaf fördernder Medikamente sowie allgemein die Einnahme sehr vieler Medikamente tragen zum erhöhten Sturzrisiko bei.
Die Homöopathie spielt heute in der Akutversorgung in Krankenhäusern fast keine Rolle. Sie beschränkt sich im wesentlichen auf die Krankenversorgung im ambulanten Bereich durch Ärzte und Heilpraktiker. Bei schweren Pathologien wird homöopathisch begleitend zur konventionelle Therapie behandelt, mit Einzelmitteln nach der klassischen Homöopathie oder mit Komplexmitteln aus der anthroposophisch erweiterten Medizin.
Homöopathische Verschreibungen erfolgen im Bereich der Geriatrie oft bei neurologischen oder kardiologischen Problemen. Zu beachten ist, dass dem Schlaganfall meist eine kardiologische Erkrankung vorangeht, die auch begleitend zu behandeln ist.
Im Behandlungsspektrum der Homöopathie in der Geriatrie liegen Erkrankungen wie Schlaganfall, Morbus Parkinson, Demenzerkrankungen oder koronare Herzkrankheit, die auch konventionell schwierig zu behandeln sind.
Häufig ist die Homöopathie die „letzte Wahl“, wenn keine „schulmedizinischen Alternativen“ mehr bestehen, der Patient, wie das unfreundliche Wort es ausdrückt, „austherapiert“ ist.
Der Homöopath findet den geriatrischen Patienten bereits mit einer Vielzahl von Medikamenten belegt. Ziel der homöopathischen Therapie ist es hier, durch die komplementäre Gabe homöopathischer Arzneimittel positiv auf die pathologischen Grundprozesse einzuwirken, um eine Heilungsreaktion in Gang zu setzen oder zumindest die symptomatische Linderung zu erreichen, in jedem Fall aber eine Verbesserung der Lebensqualität und eine Reduktion nebenwirkungsreicher konventioneller Arzneimittel zu erreichen.
Ein Beispiel für die Gabe eines homöopathischen Mittels: Bei Schwindel und Gangstörungen kann eine wesentliche Besserung mit Conium maculatum erzielt werden, dem gefleckten Schierling. Die Pflanze wächst bevorzugt in feuchter Umgebung auf stickstoffreichem Boden an Zäunen, Mauern und Hecken, sie wird bis 2,5 Meter hoch.
Sie ist eine für Säugetiere stark giftige Pflanze und wurde schon im Altertum von Menschen gezielt wegen seiner Gift- und Heilwirkungen verwendet. Platon schildert im „Phaidon“ die Hinrichtung des Sokrates mit dem Schierlingsbecher.
Conium maculatum wurde erstmals von Samuel Hahnemann geprüft. Es findet sich sowohl in seinem Werk „ Reine Arzneimittellehre“ als auch in seinem Buch „Chronische Krankheiten“. Conium ist in der Homöopathie besonders durch die Wirkungsbeziehungen zu Schwindel und Lähmungen bekannt. Der Homöopath wählt eine für den Patienten passende Potenz des Mittels aus. Schwindel und die Lähmungen im Gang bessern sich in vielen Fällen. Wenn auch der Schwindel weg ist, ist das Gehen manchmal nur mit dem Rollator oder dem Gehstock möglich, dennoch für den vorher unbeweglichen Patienten ein Gewinn an Lebensqualität.
Komplementär behandelt der Homöopath Schlaganfall-Patienten (Apoplex-Patienten).
Der Schlaganfall ist die häufigste neurologische Erkrankung in Deutschland, er steht auf Platz drei der Todesursachen. Er ist der häufigste Grund für eine lebenslange Behinderung im Erwachsenenalter und führt oft zu Pflegebedürftigkeit. Der Patient ist auf fremde Hilfe angewiesen, er erhält sie in einem Pflegeheim oder zu Hause durch einen ambulanten Pflegedienst. In 80% der Fälle liegt ein Hirninfarkt vor, in 20% der Fälle eine Blutung im Gehirn.
Die homöopathische Behandlung wird meist zusätzlich (komplementär) zur konventionellen Therapie angewandt, der Patient profitiert von der Kombination beider Therapieansätze.
Die Homöopathie verlangt die Einzelmitteltherapie. Homöopathische Schlaganfallarzneien samt ausführlicher Fallsammlung bringen Michael Teut und Johannes Wilkens in ihrem Werk „Homöopathische Schlaganfalltherapie“ (Hippokrates Verlag, Stuttgart, 2006).
Ein anthroposophisches Behandlungskonzept, das die Verwendung von potenzierten Schlangengiften oder Naja compositum plus Arnica, Ledum oder Tabacum umfasst, bringen Johannes Wilkens et al. in dem Aufsatz „Vergleichende Untersuchung zur Behandlung des Schlaganfalls mit homöopathischen und anthroposophischen Arzneimitteln in einer Reha-Klinik“, abgedruckt in Erfahrungsheilkunde 2002; 51: 397-404.
Der homöopathische Therapieansatz ist dreistufig, hat für jede Stufe verschiedene Arzneigaben: Akutes Stadium 1 (Blutungsstop), Stadium 2 (Auflösung der Gerinnsel) und Stufe 3 (Vorbeugung und Nachbehandlung).
Zu beachten ist, dass es zwei Patiententypen gibt: Die, welche lange Zeit ein symptomatisch stabiles und homogenes Krankheitsbild aufweisen (kohärente Fälle) und andere, bei denen die Krankheitszustände – und damit die Arzneimittel – häufiger wechseln (inkohärente Fälle).
Welches Arzneimittel der Homöopath in dem jeweiligen Stadium wählt, ergibt sich aus der Anamnese. Die Mittel sind sehr speziell, so etwa verschieden für linksseitige oder rechtsseitige Lähmungen.
Dieser Überblick zeigt nicht nur die Arbeit des Homöopathen zum Thema Geriatrie in seiner Praxis, sondern zeigt auch Möglichkeiten zur homöopathischen Behandlung der Patienten in einem ambulanten Pflegedienst. Hier ist natürlich abzustimmen, ob der Patient und seine Angehörigen dies akzeptieren und ob der behandelnde Arzt eine solche homöopathische Mitbehandlung erlaubt.
© 2008 Gabriele Schöttler Heilpraktikerin